Pflegekonzept

1. Vorstellung des Trägers

Unsere Räumlichkeiten befinden sich in der Niedernstraße 8 in 31655 Stadthagen.

Die telefonischen Bürozeiten in der Verwaltung des ambulanten Pflegedienstes sind montags bis freitags von 8:30 bis 16.00 Uhr.
Die Besuchszeiten des Büros sind montags bis freitags von 11:30 bis 14:30 Uhr und nach Vereinbarung.

Außerhalb der Bürozeiten ist die telefonische Erreichbarkeit über den Bereitschaftsdienst sichergestellt.

Träger des ambulanten Pflegedienstes ist die JaDaRe PflegeGlücklICH GmbH mit Sitz in Stadthagen.


2. Leistungsangebot des ambulanten Pflegedienstes

Die Schwerpunkte der pflegerischen Versorgung liegen im Bereich der ärztlichen verordneten Behandlungspflege SGB V und der Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz SGB XI. Pflegeeinsätze nach SGB XI § 37 Kranken- und Altenpflege sowie Beratungen nach SGB XI § 37.3.

Die Leistungen werden in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen erbracht. Unser Pflegedienst hält für die Leistungserbringung das erforderliche und geeignete Personal, wie die notwendige Ausstattung bereit.

Ziele sind hierbei die Sicherung der ärztlichen Behandlung, die Vermeidung von Krankenhausbehandlungen bzw. die Vermeidung stationärer Pflege.

Im Ganzen orientieren sich unsere Leistungen an den Wünschen unserer Kunden, an deren Finanzierbarkeit der Leistungen und der Überprüfung der Wirksamkeit bei Einhaltung der Mindestanforderung an Pflegequalität.

Nicht alle zu erbringende Leistungen für den Pflegebedürftigen und seinen Angehörigen von uns sind über einen Kostenträger finanziell gesichert.

Pflegerische Leistungen, ohne Berechnung, ergeben sich aus kurzfristigen Wünschen und Bedürfnissen des Pflegebedürftigen und deren Angehörigen an unsere Mitarbeiter beim täglichen Besuch.

Es gibt derzeit keine Ausschlusskriterien bei der Kundenaufnahme. Wir betreuen und pflegen hilfebedürftige Menschen täglich rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche.

Unsere 24- Std.- Erreichbarkeit besteht immer über unser Betriebshandy.


3. Struktur des ambulanten Pflegedienstes

Unser Einzugsgebiet umfasst das Gebiet Stadthagen bis Stolzenau mit der Umgebung.
Angefahrene Orte bzw. Stadtteile sind z.B.: Wendthagen – Ehlen, Obernwöhren, Hörkamp – Langenbruch, Stadthagen, Enzen, Meerbeck, Niedernwöhren, Loccum, Stolzenau, Wiedensahl, Pollhagen, Lauenhagen

Der Sitz des ambulanten Pflegedienstes ist in der Niedernstraße 8 in 31655 Stadthagen. Termine im Büro sind nach telefonischer Absprache unter folgender Telefonnummer möglich: 05721 9352740
Gerne kommen wir auch zu unseren Kunden und deren Angehörigen nach Hause.

Für Notfälle ist jederzeit eine examinierte Fachkraft unter folgender Rufbereitschaftsnummer erreichbar

05721-9352748

Personalstruktur des Pflegedienstes:

1 Verantwortliche Pflegefachkraft

1 stellv. verantwortliche Pflegefachkraft

2 Pflegefachkräfte

3 Pflegehilfskräfte

Die Pflege wird unter ständiger Verantwortung einer verantwortlichen Pflegefachkraft und deren Stellvertretung erbracht. Die verantwortliche Pflegefachkraft und deren Stellvertretung erfüllen die gesetzlichen Anforderungen zur Zulassung.

Zu Ihren Aufgaben gehören:

• Aufnahme – und Beratungsgespräche

• Fachliche Planung und Kontrolle des Pflegeprozesses

• Fachliche Führung der Pflegedokumentation

• Fachliche Leitung der Dienstbesprechung

• Dienst – und Einsatzplanung

• Pflegevisiten

• Individuelle Mitarbeiterförderung

Unser Team besteht aus:

• examinierten Altenpflegern

• examinierten Gesundheits – und Krankernpflegern

• Pflegeassistenten

• Pflegehelfern

• Betreuungskräften

Bei der Auswahl unserer Mitarbeitenden legen wir großen Wert auf fachliche sowie persönliche Eignung, Kundenorientierung, Teamgeist, Eigeninitiative und Interesse an Fort – und Weiterbildung.

Im Weiteren ist uns eine dem Menschen und seiner Lebensgeschichte zugewandte Haltung als Kernelement unserer Arbeit von großer Bedeutung.

Die jeweiligen Aufgaben sind in Stellenbeschreibungen geregelt, die Verantwortlichkeiten in einem Organigramm.

Räumliche Ausstattung des Pflegedienstes:

Die gesamte Organisation der ambulanten Pflege und Betreuung wird von den Räumlichkeiten des ambulanten Pflegedienstes gelenkt.

Zu den Räumlichkeiten gehören u.a. eine kleine Küche, ein Besprechungsraum mit zwei Arbeitsplätzen, Sanitärbereiche und ein Mitarbeiter Aufenthaltsraum.


4. Das Pflege – und Betreuungsleitbild

Wir unterstützen und pflegen hilfs – und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung. Dabei richten wir uns nach unseren Grundsätzen:

Ganzheitlich: darunter verstehen wir den Menschen mit all seinen Erfahrungen, seinen Träumen und seinen Bedürfnissen wahrzunehmen und ihn genauso anzunehmen und da zu unterstützen, wo dieser es braucht und möchte.

Lebensorientiert: eine lebensbejahende Grundhaltung sowie eine positive Einstellung zu unserer Arbeit ist essentiell, um diese positiven Schwingungen auch an unsere Kunden weiterzugeben.

Übereinstimmend: bei allem was wir tun, ist eine beidseitige Zustimmung die Basis.

Chancengleich: jeder Mitarbeiter

Kompetent: fachliche Kompetenz und

Neben all der fachlichen Proffessionalität sind wir auch einfach nur wir selbst, als Mensch, als ICH

- Intuitiv

- Chaotisch

- Humorvoll


5. Pflegemodell und pflegetheoretische Ausführungen

Unser Pflegedienst arbeitet mit der Bezugspflege.

Das bedeutet, dass eine Gruppe von Pflegekräften eine Gruppe von Pflegebedürftigen betreut, um einen guten Bezug zwischen beiden Gruppen herzustellen.
Dadurch wird die Kontinuität der Pflege und Betreuung gewährleistet.
Die Pflege wird von unseren Pflegefachkräften geplant.
Jede Fachkraft ist für Planung und Überprüfung des Pflegeprozesses verantwortlich.
Unsere Kunden sowie deren Bezugspersonen werden eng in die Pflegeprozessplanung einbezogen.
Wir sprechen die Pflegezeiten mit unseren Kunden ab und bemühen uns, die vereinbarten Zeiten einzuhalten.

Der Pflegeprozess besteht aus:

1. Der strukturierten Informationssammlung (SIS) mit den Kernelementen:

 Eigeneinschätzung des Kunden zur Pflegesituation (Pflege‐ und Hilfebeschreibung), Wünschen, Vorstellungen, Gewohnheiten und Fähigkeiten in den 6 Themenfeldern:

1. Kommunikation und Kognition

2. Mobilität und Bewegung

3. Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen

4. Selbstversorgung

5. Leben in sozialen Beziehungen

6. Haushaltsführung

 pflegefachliche Einschätzung der Pflegefachkraft zu den o.a. fünf wissenschaftsbasieren Kontextkategorien

 Risikoeinschätzung und Bewertung der individuellen Risiken und Phänomene des Kunden/der Kundin mittels Intitialassessment (Risikomatrix). Sollte zur Risikoermittlung und ‐bewertung eine weiterführende Einschätzung erforderlich sein, kann diese mittels Differentialassessment, befristeter beobachtender Maßnahmen oder unter Hilfestellung der Fachexpertise im Rahmen eines Fallgespräches vorgenommen werden.

2. Die Erkenntnisse aus der strukturierten Informationssammlung bilden die Grundlage für den individuellen Maßnahmenplan der Pflege und Betreuung.

3. Der Pflegebericht enthält Abweichungen von geplanten Pflege‐ und Betreuungsmaßnahmen, tagesaktuelle Ereignisse, krankheitsbedingte Vorkommnisse sowie Kommunikation mit weiteren beteiligten Personen (z.B. Angehörige, Therapeuten etc.).

Das Wohlbefinden des Kunden steht dabei immer im Vordergrund und wird soweit es möglich ist erfasst und dokumentiert.

4. Die Erkenntnisse aus der SIS inkl. Risikoeinschätzung, der Pflege‐ und Betreuungsplanung sowie Eintragungen im Berichtsblatt bilden die Grundlage für die dynamisierte, anlassbezogene Evaluation.

Der Pflegeprozess wird als strukturierter Stufenplan bezeichnet. Schritt für Schritt entsteht aus einer spontanen, unreflektierten Pflege ein geplanter und zielgerichteter Arbeitsprozess, der sich an den Bedürfnissen des Menschen orientiert, denen tatsächlich wirksam durch die Pflege und Betreuung begegnet werden kann. In unserem Pflegeleitbild haben sich alle Mitarbeiter des Pflegedienstes zu gemeinsamen Grundsätzen pflegerischen Handelns verpflichtet.

Pflegedokumentation

Nachdem in einem Aufnahmegespräch die pflegerelevanten Daten erhoben wurden (Strukturierte Informationssammlung), wird die Pflege und Betreuung fachlich, nach neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen geplant, durchgeführt sowie ausgewertet und angepasst.

Um einen erfolgreichen Pflegeverlauf zu gewährleisten, werden die Ressourcen unserer Kunden in der Pflegeplanung berücksichtigt und gefördert, um so ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit für sie zu erhalten oder wiederzuerlangen.

Die Pflegedokumentation und ‐planung erfolgt digital mit dem Pflegedokumentationssystem „cannyline“.

6. Zielgruppe

Ältere, kranke und/oder pflegebedürftige Menschen mit und ohne Pflegegrad.


7. Organisation des ambulanten Pflegedienstes

Die interne und externe Kommunikation ist maßgeblich für eine ganzheitliche und kundenorientierte Versorgung. Deshalb kommen unterschiedliche Kommunikationselemente zum Einsatz.
Sie stellen einerseits die bestmögliche Versorgung der Kunden sicher und dienen andererseits der Sicherung der Qualität eben dieser Versorgungsleistungen.

Dienstbesprechungen
Sie dienen dem Austausch von Informationen über verschiedene Arbeitsbereiche hinweg.
Die Besprechung wird von der Pflegedienstleitung durchgeführt, die besprochenen
Tagesordnungspunkte werden protokolliert und archiviert.
Die Besprechung findet in der Regel einmal monatlich statt.
Übergaben
Beim Wechsel einer Pflegeperson werden mündliche und schriftliche Übergaben durchgeführt, um den kontinuierlichen Pflegeablauf zu sichern.
Die Übergabe wird täglich nach Dienstende schriftlich im Übergabebuch festgehalten bzw. digital in der „CuraBook“ App erfasst.
Fallbesprechungen
Fallbesprechungen werden nach Priorität festgelegt und behandelt.
Fallbesprechungen dienen nicht nur der Anpassung der Pflege – und Versorgungssituation unserer Kunden im Bedarfsfall, sondern auch der gemeinsamen Evaluation der Versorgungssituation und können auch ohne Vorliegen einer besonderen Situation durchgeführt werden.
Die Fallbesprechungen werden jeweils von der zuständigen Bezugspflegekraft vorbereitet und im Team vorgestellt, so dass dieses die Versorgungssituation analysiert, reflektiert und bei Bedarf optimiert.
Bei jedem Kunden sollte mindestens 2 mal jährlich im Rahmen einer Fallbesprechung die Versorgungssituation überprüft werden.
Montagsrunde
Jeden Montag gibt es eine Blitzrunde von ca. 15 – 30 Minuten, in der das Wichtigste aus der vergangenen Woche und die Termine für die neue Woche besprochen werden.
Außerdem werden mögliche Neuaufnahmen vorgestellt und im Team besprochen wer die Versorgung übernimmt.
Diese Blitzrunden ermöglichen ein gemeinsames Besprechen der Tourenplanungen und so können wir den Kunden eine
Qualitätsmanagementhandbuch
Ein Qualitätsmanagementhandbuch erlaubt einen detaillierten Überblick aller Maßnahmen des Pflegedienstes, die der Qualitätsplanung, ‐entwicklung, ‐sicherung, ‐lenkung und ‐prüfung dienen. Die Entwicklung des Qualitätsmanagementhandbuches ist nie abgeschlossen und erfolgt mit dem Ziel des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

8. Angehörigenarbeit

Der Kontakt zu den Angehörigen bzw. Pflegepersonen unserer Kunden ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Wir beraten Angehörige bzw. Pflegepersonen auf Wunsch und nach Gegebenheit individuell. Beratungen finden auf Anfrage nach Terminvereinbarung im Büro oder beim Kunden/Angehörigen zu Hause statt. Wir freuen uns über Anregungen und Ideen von Angehörigen/Pflegepersonen.
Gerne unterstützen wir auch die Angehörigen bei Problemstellungen oder haben einfach ein offenes Ohr für Ihre Anliegen.


9. Qualitätsmanagement

Unser Pflegedienst ist ständig bestrebt, seine Qualität weiter zu verbessern. Aus diesem Grunde werden Maßnahmen der internen und externen Qualitätssicherung durchgeführt. Die Organisation erfolgt durch die Geschäftsführung und die Pflegedienstleitung.

Maßnahmen der internen Qualitätssicherung sind u.a.

• systematische Einarbeitung neuer Mitarbeiter nach unserem Einarbeitungskonzept

• Qualitätszirkel

• Pflegevisiten

• Fallbesprechungen

• Teambesprechungen

• Fachliteratur

• QMH

• Erhebung der Kunden‐ und Mitarbeiterzufriedenheit

• Beschwerdemanagement

• interne Audits

• regelmäßige Fort‐ und Weiterbildung aller Mitarbeiter inkl. Reflexion

Externe Qualitätssicherung

Unter der externen Qualitätssicherung versteht man alle Maßnahmen und Instrumente, die der Qualitätsentwicklung, ‐sicherung oder ‐kontrolle des Pflegedienstes dienen. Die Qualitätssicherungsinstrumente greifen von außen in das interne Betriebsgeschehen ein.

Maßnahmen der externen Qualitätssicherung sind u.a.

• Teilnahme an der kommunalen Pflegekonferenzen

• externe Beratung durch

• Teilnahme an Veranstaltungen der Berufsverbände

• Externe Qualitätsprüfungen des MDK


10. Mitarbeiterführung



Unsere Mitarbeiter sehen wir als Kernelement des ambulanten Pflegedienstes, mit ihnen steht und fällt die Qualität der Pflegeleistungen.
Daraus resultierend ist uns eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit wichtig, ganz nach dem Motto:
Glück kann nur geben, wer selbst glücklich ist.
Die Führung der Mitarbeiter erfolgt auf Basis eines kooperativen Miteinanders und lebt vom persönlichen Austausch. Ziele und Wünsche der Mitarbeitenden sind uns ebenso wichtig wie deren Ängste und Sorgen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden die Mitarbeitenden in ihren Lebensbereichen unterstützt und bei Bedarf können die Rahmenbedingungen des Arbeitsplatzes, soweit es möglich ist, angepasst werden.
Ein grundlegendes Element unserer Mitarbeiterführung ist die bewusste Einbeziehung in Entscheidungen, die den täglichen Arbeitsablauf betreffen. So werden Neuaufnahmen gemeinsam in der Montagsrunde besprochen und im Team wird entschieden, wer sich dieser annimmt.
Im Weiteren sehen wir die persönliche Entwicklung der Mitarbeitenden als wichtiges Instrument zum Erhalt der Zufriedenheit und zur Bindung an unser Unternehmen.
Aus diesem Grund befürworten wir fachliche sowie persönliche Weiterbildungen und Ausbildungen und unterstützen die Mitarbeitenden, soweit es geht. Auch nutzen wir dabei die Potentialanalysen und geben Hilfestellungen den für sich und seine Persönlichkeit passenden Werdegang zu finden.

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